KiTs

Zu den Unterseiten

Zur KiTs – Methode gehören folgende Bausteine: Fachliche Planung, Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche flankierend vor und nach dem Kindertermin, und schließlich der Kindertermin selbst mit seiner Struktur von fünf Phasen. Je nach Konstellation und fachlicher Einschätzung können Geschwisterkinder gemeinsam oder einzeln eingeladen werden. Der Kindertermin findet i.d.R. in Abwesenheit beider Eltern statt, außer bei sehr kleinen Kindern. Umsetzbar sind KiTs – Termine mit Kindern / Jugendlichen im Alter von ca. 2 bis ca. 16 Jahren.

Das Wesen des Kindes zeigt sich im Spiel. Daran orientiert besteht das Wesentliche des KiTs – Kindertermins in einem symbolisierenden, interaktiv – dynamischen Aufstellungsspiel.

Ein kleines Mädchen nannte es: „ … Spielen – Sprechen.“.

Das Kind „arbeitet“ bzw. spielt für ca. 10 bis 15 Minuten mit, Jugendliche je nach Situation und Bedarf etwas länger. Dann wechselt seine Rolle in die eines Zuschauers bzw. Kommentators. Zwei Fachkräfte spielen bestimmte, ausgewählte Aspekte der Herkunftsfamilie des Kindes nach. Dies geschieht in Form eines Frage- und Antwort-Spiels auf lebendige und natürliche Art. Wichtige Aspekte werden symbolisiert und für das Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes „sichtbar“ gemacht. Im Abschlussteil erfolgt eine lösungsorientierte Perspektiventwicklung im Sinne des Kindes, beispielsweise für altersgerechte Möglichkeiten in der Umgangsgestaltung.

Zur Entlastung des Kindes tragen u.a. folgende KiTs – Wirklinien bei:

  • KiTs bietet dem Kind in belasteten Entwicklungsphasen Freiraum an für Beruhigung, Vereinfachung, Überblick
  • Interesse an der Persönlichkeit des Kindes und an seinen Bedürfnissen – ohne das Kind zu befragen, frei von Anpassungsdruck und Beeinflussung
  • Kindgerechte Informationen zur aktuellen familiären Situation, zur Beratung / zum Begleiteten Umgang selbst und zur Rolle der Fachkräfte
  • genaue Abgrenzung der Mitarbeit des Kindes von der Arbeit des Co-Teams, als erlebnisbasiertes Lernmodell für behutsame Grenzsetzung
  • Entlastung von Verantwortungs- und Schuldgefühlen
  • Akzeptanz, Ermutigung und nicht bewertende Bestätigung der kindlichen Wahrnehmungen und Äußerungen
  • Aktivitätsfördernde Ideensuche und Perspektiventwicklung.

Dem Kind wird mit dem Kindertermin eine unmittelbare Unterstützung im Trennungs- / Umgangskonflikt angeboten. Es bekommt Gelegenheit, sich als Kind getrennter Eltern „normal“ wahrzunehmen und diesen Teil seiner Identität wertungsfreier zu entwickeln. Dazu gehört, elterlichen Streit und sonstige familiäre Konflikte (z.B. mit Großeltern) als Angelegenheiten der Erwachsenen zu betrachten. In der Folge kann das Kind seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse wieder selbstzentrierter wahrnehmen und offener aussprechen. Diese Fähigkeiten sind wichtig für sein Selbstwertempfinden und Selbstbewusstsein, sowohl im sozialen Verhalten als auch beim schulischen Lernen.

 

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“ 

Erich Kästner