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Portraitfoto von Daniela Benseddik

Daniela Benseddik

  • Sozialarbeiterin
  • Verfahrensbeiständin
  • Entspannungspädagogin
  • Vorstandsmitglied im Dachverband Begleiteter Umgang Berlin e.V.

Mit KiTs soll es um das Wohl von Kindern gehen, daher hier einige Worte zu meinem beruflichen Werdegang und zur Entstehung von KiTs.
Als Sozialarbeiterin bin ich seit 1989 überwiegend im Bereich ambulanter Jugendhilfen des SGB VIII tätig: Familienhilfe, Gruppen-arbeit, Erziehungsbeistandschaft, Begleiteter Umgang (BU).
Als ich für den Bereich Begleiteter Umgang die Fachliche Leitung übernahm, fielen mir aus diesem Blickwinkel wiederkehrende, prozessbegleitende Phänomene differenzierter auf als zuvor.
Bei strittiger Elternschaft und Umgangsverweigerung des Kindes waren lösungsorientierte Veränderungen seltener als in weniger strittigen Fällen zu verzeichnen. Elterngespräche führten eher zu einer Verstärkung bestehender Widerstände als zu einer Entspannung. Einige Fälle endeten nach wenigen Umgangsterminen. In anderen kam kein Umgang zustande, teilweise mit der Begründung, das Kind habe gesagt, es wolle Mutter / Vater nicht sehen. Die Fachkräfte hatten außer Elterngesprächen wenig Möglichkeiten, in einem chronischen Umgangs- / Familienkoflikt wirksame Unterstützung anzubieten – eine starke Herausforderung.

Wie kann in hochstrittigen Fällen mit höherer Gelingensaussicht gearbeitet werden? Kann das Kind auf entlastende Weise von der Hilfe profitieren, und wie? Unter Absprache mit den Eltern und in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen begann ich in besonders strittigen Fällen mit einer behutsamen, probatorischen Kontaktarbeit mit Kindern. Langsam kristallisierte sich ein Ideenansatz heraus, den ich ausarbeitete und in der Wiederholung weiter entwickelte.
Die Resonanz der Kinder war von Anfang an sehr motivierend. Insbesondere hochbelastete Kinder konnten unmittelbar von ihrer direkten Beteiligung unter Maßgabe des neuen methodischen Ansatzes profitieren. Dies wurde erkennbar an weniger „erwachsenem“ Verhalten, beispielsweise an unbefangeneren verbalen Äußerungen. Die Beteiligung der Kinder wirkte außerdem systemisch stimulierend, und in den Elterngesprächen ging es stärker um die Interessen des Kindes als um Streitthemen der Erwachsenen. Die elterliche Aufmerksamkeit für Bedürfnisse des Kindes in der Nachtrennungsfamilie wurde geweckt. Die erarbeiteten Umgangsregelungen ließen sich auf dieser Basis nachhaltiger etablieren, was die fachliche Zustimmung der beteiligten Jugendämter fand. In viele Hilfeplanungen wurden Kindertermine gleich zu Beginn aufgenommen.

Im Rahmen eines Coachings habe ich die KiTs – Abläufe weiter differenziert, sodass die Methode sowohl für Kinder in hochstrittigen Trennungskonflikten als auch grundsätzlich in Belastungssituationen einsetzbar ist. Meiner Erfahrung nach belastet ein dialogisches Ansprechen von / Fragen zu hochstrittigen familiären Themen Kinder stark, und es kann ihnen zusätzliches Verantwortungsempfinden übertragen. KiTs bietet daher alternativ zum herkömmlichen Dialog einen Weg zu feinfühliger Annäherung an das „Feld“ bzw. die familiäre Erlebenswelt des Kindes, und an Perspektiven – unter betonter Verantwortlichkeit der Erwachsenen.

KiTs

Wir alle sind immer aufs Neue betroffen, wenn Kinder verletzt oder beeinträchtigt werden, vor allem wenn dies unter den Augen einer fürsorgepflichtigen Person – i.d.R. die Eltern – geschieht, oder sogar durch diese bewusst oder unbewusst verursacht wird. Insbesondere seelische Verletzungen bzw. Befindlichkeiten und Bedürfnisse von Kindern können leicht übersehen oder überhört werden. Ein „sicherer“ Ort / Raum ohne Anpassungsdruck und Fragen ist meiner Erfahrung nach notwendig, damit sich das Kind spüren kann und bestenfalls ermutigt fühlt, sich zu „zeigen“ und zu äußern.

Mit KiTs möche ich Fachkräften ein Werkzeug anbieten, einen solchen Raum für das Kind zu kreieren, in dem das Kind „erkennbarer“ wird in seiner individuellen Besonderheit und seiner Bedürfnislage.